Nachhaltigkeits-Rückblick 2015: Mit jedem Schritt näher am Ziel

Nachhaltigkeit im Unternehmen ist nicht ein einziges riesiges befristetes Projekt. Es ist eine Summe von diversen Einzel-Projekten und Investitionen unterschiedlicher Grösse und Rahmen durch die gesamte Organisation. Viele Projekte basieren auf innovativen Ideen und Initiativen von Mitarbeitenden. Nebst einer klaren formulierten Strategie mit ambitiösen Zielen, sind es gerade diese Menschen, die mit ihrem täglichen Einsatz die einzelnen Projekte zum Erfolg führen.

Nachhaltigkeit Roadmap

Die Roadmap der M-Industrie zeigt den Weg zu einer nachhaltigeren Zukunft. Auf dieser Grafik können wir bereits einige Umsetzungen der Mibelle Group aufzeigen, mit denen wir mithelfen, diese Ziele zu erreichen.

Umweltmanagement zertifiziert

Die Mibelle Group arbeitet seit langem daran, Umweltbelastungen zu reduzieren. Als Erfolgsnachweis sind seit Frühling 2015 unsere Schweizer Standorte Buchs (Mibelle AG) und Frenkendorf (Mifa AG) nach der internationalen Umweltmanagement-Norm ISO 14001 zertifiziert. Beide Standorte erfüllen somit die strengen Anforderungen dieser Norm.
Die ISO 14001-Auszeichnung verpflichtet uns zu einem systematischen und umfassenden Management-Ansatz: Die Einhaltung aller gültigen Umweltvorschriften ebenso wie umweltschonende, effiziente Produktionsabläufe bilden die Basis. Darüber hinaus optimieren wir in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) alle Umweltschutz-Massnahmen. Diese Aufgabe gilt über die Produktion hinaus für alle Bereiche, beispielsweise auch für unsere Umweltpolitik sowie die Schulung unser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Qualitative Produkte mit nachhaltigen Ansprüchen

In der Produktentwicklung sind wir bestrebt, nebst innovativen, effizienten und wirksamen Produkten auch umweltschonende Produkte auf den Markt zu bringen. Die Mibelle Group stellt für die Migros die Wasch- und Reinigungsmittelder Eigenmarke M-Plus her, deren Produkte zu über 97% biologisch abbaubar sind. Neu seit 2015 sind auch alle an die Migros gelieferten Geschirrspülmittel der Marke Handy matic phosphatfrei.
Im Bereich Personal Care verwendet man besonders energiesparende Methoden zur Herstellung von Cremes und Lotionen. Zudem wird mit ganz wenigen Ausnahmen auf tierische Rohstoffe verzichtet. Wir verwenden auch Rohstoffe, die ökologisch vorteilhaft sind.
Im Bereich Nutrition stammt das Palmfett zur Herstellung der Nahrungsmittel zu 100% aus nachhaltigem Anbau gemäss dem RSPO-Standard „Segregation“. In diesem Bereich gibt es jedoch noch viel zu tun, aber wir sind auf dem richtigen Weg.

Innovationen für ökologischere und Verpackungen

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Nachdem wir im August für die innovativen Sprühflaschen der Linie „M Plus Oeco Power“ mit dem Swiss Packaging Award ausgezeichnet wurden, folgte nun auch der Gewinn des „WorldStar Awards“. Der „World Star“ ist die weltweit wichtigste Preisverleihung der Verpackungsbranche, die alljährlich durch die WPO (World Packaging Organisation) organisiert wird. Die prämierten Flaschen bestehen neu zu 100 Prozent aus rezykliertem PET. Damit kann viel Erdöl eingespart werden. „Viel zu oft werden heute Kunststoffe zwar rezykliert, aber für weniger hochwertige Produkte eingesetzt (Downcycling). Mibelle Group hingegen produziert ihre Flaschen in einem geschlossenen Kreislauf ohne Downcycling. Dies ist ein wichtiger Fortschritt in der Branche“, begründet Jurypräsident Stefan Jüde die Auszeichnung.
Die Sprühflaschen sind nicht nur umweltfreundlich, sie sind auch eine echte Innovation: Da der Farbton von wiederverwendetem PET-Material stark schwanken kann, war es für unsere Entwickler eine besondere Herausforderung, die Flasche transparent ohne Verfärbung zu gestalten.
Mit dieser Innovation leisten wir auch einen Beitrag zu einem Versprechen des Nachhaltigkeitsprogramms „Generation M“. Darin verspricht unser Mutterhaus Migros bis 2020 über 6000 Tonnen Verpackungsmaterial ökologisch zu optimieren. Die Sprühflaschen aus rezykliertem PET sind ein wichtiger Schritt, um das Ziel zu erreichen. Auch im Bereich Personal Care haben wir uns zum Ziel gesetzt, alle PET-Flaschen auf 50% Recyclinganteil umzustellen sowie ab 2016 verstärkt Recyclingmaterial für PET-Flaschen einzusetzen.

Klima: Jedes Minus ist eine Verbesserung

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Im Bereich des spezifischen Verbrauchs von Energie ist das Ziel, die maximale Energieeffizienz und somit Reduktionen zu erzielen. Hier können wir bereits schöne Einsparungen vorlegen:
Reduktionen beim spezifischen Energieverbrauch in der Mifa AG zwischen 2003 und 2014: – 27 % Strom, -47 % Erdgas resp. Heizöl, -37% bei absoluten CO2-Emissionen.
Reduktionen beim spezifischen Energie- und Wasserverbrauch im Jahr 2014 in der Mibelle AG, bezogen auf das Vorjahr: -15.6% Wärmeenergie; -8.2% elektrische Energie; -7% Trinkwasser.
Dies sind sehr erfreuliche Resultate und es gibt in der Pipeline viele spannende Projekte und Investitionen, um die Energieeffizienz weiter zu verbessern.

Belastung: mehr Recycling, weniger Abfall

62% der Abfälle werden in der Mifa AG recycliert oder vergärt, in der Mibelle AG wurden die Recyclingraten im Jahr um 5% auf 50% erhöht (Stand 2014).
In der Mibelle AG sind die spezifischen Abfallmengen des laufenden Jahres unter 60 kg / Tonne Produkt, somit auf Zielkurs.
Im Zeitraum von 2003 bis 2014 konnte die spezifische Abwassermenge in der Mifa AG (m3/to Fertigprodukt) um 28 % verringert werden.

Mit den Lernenden voraus

Frau Jordi

Mit dem Ziel in der Zukunft genügend eigene Fachkräfte zu entwickeln, haben wir unser Lehrlingswesen massiv ausgebaut. Seit August 2015 bieten wir insgesamt 13 verschiedene Bildungsberufe an (inkl. Rotation von Lehrlingen mit Partnerfirmen) und die Anzahl Lernende wurde auf 44 (Stand 1.8.2015) erhöht. Dies entspricht einem Anteil Lernende zur Gesamtbelegschaft von ca. 6.4%. Damit hat Mibelle Group bereits das gesetzte Ziel für 2020 bereits überschritten.

Dazu wurde Anfang 2015 die Mifa AG mit dem Label «Friendly Work Space» systematisches betriebliches Gesundheitsmanagement) ausgezeichnet.

Die Bilanz ist beeindruckend. Es gibt noch viel zu tun, aber unsere Teams sind willig und motiviert noch mehr zu holen. Ich wünsche alle viel Erfolg, damit die Mibelle Group ihre ambitiöse Nachhaltigkeitsziele erreichen kann.


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