Von der Idee zum Verpackungspreis

Bei den vergangenen Swiss Packging Awards haben wir mit dem neuen Verschlusstyp „smartSlide“ den Schweizer Verpackungspreis in der Kategorie „Technik“ erhalten. Bevor wir die schöne Trophäe in Empfang nehmen durften, war es ein langer und manchmal steiniger Weg.

Wenn man sich im Verpackungsmarkt umschaut, sieht man schnell, dass nur wenige Markteinführungen wirkliche Innovationen sind. Häufig werden neue Formen und Farben, neue Designs oder auch nur neue Namen lanciert. Ab und zu versucht jemand etwas ganz Neues, was jedoch nicht immer vom gewünschten Erfolg gekrönt wird. Mit bekannten, bereits ausgefeilten Systemen fährt man oftmals besser. Und mal ganz unter uns: wir wollen auch nicht bei jeder Verpackung wieder neu lernen müssen, wie wir an das Produkt herankommen.

 

Ideen mit Mehrwert

Nichtsdestotrotz ist es unsere Aufgabe in der Verpackungsentwicklung, immer wieder nach neuen Ideen zu suchen, die einen wirklichen Mehrwert für den Konsumenten bieten. 2009 baten wir eine Gruppe Studierende der Universität Stuttgart, Entwürfe für „die Duschverpackung 2020“ zu machen. Besonders gefallen hat uns dabei die Idee eines Verschlusses zum Auf- und Zuschieben. So etwas gab es bisher noch nicht. Die Skizze der Studierenden war ganz einfach angedacht. Aber uns war sofort klar, dass die technische Umsetzung eine echte Herausforderung darstellen würde. Wie soll das System abdichten? Wie die intuitive Handhabung sicherstellen? Und wie kann man den engen Kostenrahmen einhalten?

 

Nach intensiver Entwicklung entsteht der Prototyp

Zuerst ging es darum, einen geeigneten Lieferanten zu finden, der Interesse an dieser spannenden Idee hatte und das technische Know-How zur Umsetzung sowie den erfinderischen Ehrgeiz mitbrachte. Das brauchte einige Zeit. 2011 starteten wir mit Inotech eine intensive Entwicklungsphase, aus der Prototypenwerkzeuge und ein gemeinsames Patent hervorgingen. Anhand der Prototypen optimierten wir die Funktionalität, sodass wir schliesslich einen Gebrauchstest machen konnten. Natürlich hatten wir es schon selbst ausprobiert, aber die Meinung von Unvoreingenommenen ist entscheidend. Das Ergebnis war sehr zufriedenstellend. Alle genannten Kritikpunkte hatten wir bereits auf unserer Optimierungsliste und die Teilnehmer fanden das Konzept überzeugend. Die Vorteile der echten Einhandbedienung und der Kopfstehtauglichkeit kamen im Test gut an. In diesem noch nicht ganz fertig entwickelten Status reichten wir die Muster von „SmartSlide“, wie der Prototyp getauft wurde, zum Schweizer Verpackungspreis 2016 ein und konnten damit die Jury überzeugen.

smartSlide

Feinabstimmungen bis zur Markteinführung

Vielleicht fragen Sie sich, warum smartSlide noch nicht auf dem Markt ist. Für eine Markteinführung eines solch innovativen Verschlusses braucht man Mut, Risiko- und Investitionsbereitschaft. Es muss in neue Werkzeuge investiert werden, die sich wiederum nur mit einer entsprechend hohen Jahresmenge rechnen. Da wir als Mibelle Group für unsere Kunden entwickeln, wollen wir die Feinabstimmungen mit einem Kunden gemeinsam abschliessen, um seine Wünsche im Detail zu erfüllen. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr die Bereitschaft der Mibelle Group, in langfristige I innovative Ideen zu investieren. Innovationsprozesse sind jedoch geprägt von immer neuen Anläufen und Versuchen. Und nicht jede gute Idee wird gleich zu einem Markterfolg.

Wir werden aber weiter nach neuen Ideen suchen. Denn wer nichts wagt, kann auch nichts gewinnen.


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