Trends 2016 und die digitale Gesundheit

Trends 2016 und die digitale Gesundheit

 

Gehören Sie zu den Menschen, die sich jeweils zum Jahreswechsel (gute) Vorsätze nehmen? Oder zu denjenigen, die das alte Jahr Revue passieren lassen und einen Blick auf das Neue wagen? Oder gehören Sie zu keinem der Beiden und lassen Sie es auf sich zukommen, wie es dann kommen wird? Wie auch immer: Das Jahr 2015 ist Geschichte und 2016 noch jung. Zeit, spätestens jetzt das vergangene Jahr nochmals Revue passieren zu lassen und einen Ausblick auf das Neue zu wagen.

2015 – Ein bewegendes Jahr

2015 hat uns so Einiges abverlangt. Grosse, einschneidende Themen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft bleiben uns nachhaltig in Erinnerung. So z.B. Gesamterneuerungswahlen von National- und Bundesrat, Aufhebung des Euro-Mindestkurses in der Schweiz und der daher gehenden Eurokrise oder der Fifa Korruptions-Skandal um Sepp Blatter und Michel Platini.
Das Zukunftsprojekt Industrie 4.0 beschäftigt viele Unternehmen und soll die nächste industrielle Revolution einläuten, Volkswagen demontiert sich mit einem unvergleichlichen Abgas-Skandal gleich selbst und die Staatsschuldenkrise Griechenlands stellt Europa wirtschaftlich auf eine harte Probe.
Paris steht gleich mehrere Male im Fokus des Weltgeschehens. Erschütternd mit den schrecklichen Anschlägen auf das Satiremagazin Charlie Hebdo und der Angriffsserie gegen die Zuschauer eines Fußballspiels im Stade de France, gegen die Besucher eines Rockkonzerts im Bataclan-Theater sowie gegen die Gäste zahlreicher Bars, Cafés und Restaurants. Historisch mit dem umfassenden Klimaabkommen. Es bildet den Rahmen für einen globalen Klimaschutz der kommenden Jahrzehnte und somit für nächste Generationen.
Der kalifornische Multimedia-Riesenkonzern Apple lanciert im Frühling die viel diskutierte und langersehnte erste Smartwatch, das legendärste Weltraummärchen unserer Zeit wird nach über 30 Jahren mit Star Wars 7 fortgesetzt und eines der spektakulärsten Himmelsschauspiele – die partielle Sonnenfinsternis im März auf der Nordhalbkugel – fasziniert Jung und Alt.

Und was bringt uns 2016, oder 2017 oder 2018 oder…?

2016 ist ein Schaltjahr. Nichts aussergewöhnliches, aber dennoch immer wieder speziell. Und sonst? Wir sind keine Propheten und auch keine Prognostiker oder Strategen. Es wäre fehl am Platz, Prognosen für das politische oder wirtschaftliche Treiben der Zukunft voraus zu sagen.
Aber Trendscouting; das beschäftigt uns tagtäglich. Welche Trends werden uns 2016 und darüber hinaus beschäftigen?
Es gibt unterschiedliche Ansätze und Themenfelder, Trends zu lokalisieren. In diesem und dem nächsten Blogbeitrag werden wir uns auf den Bereich Technik fokussieren, da er in der heutigen Zeit in jedem Bereich in irgendeiner Form involviert ist. So steht z.B. auch das diesjährige WEF 2016 in Davos ganz im Zeichen der sich anbahnenden vierten industriellen Revolution – auch bekannt unter dem Schlagwort Industrie 4.0.

Als ein Indikator, welche Technik-Trends unseren Alltag beeinflussen werden und grosse Themen im 2016 und darüber hinaus werden könnten, gilt die alljährlich stattfindende CES, die weltweit grösste Fachmesse für Technik. Sie findet jeweils im Januar mit über 3600 Ausstellern in Las Vegas statt. Namhafte Unternehmen präsentieren hier immer wieder ihre neuesten Gadgets. So wurden z.B. Produkte oder Technologien wie Videorekorder (1970), CD-Player (1981), das Nintendo-Spiel Tetris (1988) oder die DVD (1996) hier erstmals vorgestellt.

Zu den grossen (Technik-)Themen in den nächsten Jahren zählen sicherlich Drohnen, Autonome Autos, Internet der Dinge (IoT) sowie das Do-it-yourself-Prinzip im Bereich Healthstyle. Sie alle werden wohl in unserem Alltag Einzug halten oder sich weiter manifestieren.
In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit dem Thema Gesundheit im digitalen Zeitalter:

Digitale Gesundheit

Kalorienverbrauch ermitteln, Schlafrhythmus überprüfen, Puls- und Blutdruckmessung, Anzahl Schritte und Aktivität ermitteln. Das alles gehört mittlerweile für viele von uns zum selbstverständlichen Alltag. Die sogenannten Fitness-Tracker oder Wearables nehmen immer mehr an Bedeutung zu. In Amerika soll schon jeder Vierte ein solches Gerät besitzen, der Absatz weltweit um 200% zugenommen haben. Über die unterschiedlichen Minicomputer am Körper haben wir hier schon mal ausführlich berichtet.

In der nächsten Generation dieser sogenannten Activity Trackers wird es wohl um das Thema „Connected Health“ gehen. Das heisst, die Wearables messen nicht nur diverse, vordefinierte Daten, sondern sie geben gleich in Echtzeit Tipps und Empfehlungen, wie man Gesundheit, Wohlbefinden, Fitness und Trainingszustand verbessern und optimieren kann.

Digitale Gesundheit

High-Tech bei Sport und Gesundheit ist nicht nur etwas für Nerds. Millionen Freizeitsportler und Gesundheitsorientierte nutzen mittlerweile das Smartphone als Fitness-und Aktivitäts-Coach. Spezielle Workout-und Gesundheits-Apps wie Freeletics oder Runtastic machen es möglich. User laden lediglich eine App auf das Smartphone, geben ihre persönlichen Daten und Ziele ein und erhalten dann (evt. gegen eine Gebühr) individuelle Trainingspläne, Diagnosen (immer mit Vorsicht und gesundem Menschenverstand zu geniessen und als Richtwert zu behandeln) oder Unterstützung. So könnten Apps mit konkret medizinischem Nutzen etwa Parkinson-Patienten unterstützen um Lautstärke und Sprachtempo zu kontrollieren, Asthmatikern Informationen über die umgebende Luftqualität liefern oder sogar Risikofaktoren wie etwa Bluthochdruck überwachen.
Die Wearables mit zugehörigen Apps entwickeln sich von hauptsächlich „Ist-Daten-Sammlern“ zum wertvollen, persönlichen Coach. Experten erwarten, dass die Apps und Messgeräte in Zukunft enorm an Bedeutung gewinnen und definitiv keine Modeerscheinung mehr sind. Es wird auch erwartet, dass diese technischen Gadgets das Bewusstsein für eine gesunde Lebensweise schärfen und das Verständnis für den eigenen Körper und dessen Verhaltensreaktionen fördert. Apps und Gadgets ersetzen jedoch den medizinischen Fachmann bei weitem nicht. Sie unterstützen – und der gesunde Menschenverstand ist immer noch gefragt.

Kritisch und vieldiskutiert wird der Boom um die digitale Gesundheit, wenn es um das Thema Datensicherheit geht. Was passiert mit den Daten, die im Netz landen? Welche Rolle spielen Versicherungen? Werden Risikoprofile erstellt? Diese und mehr Fragen stellen eine grosse Herausforderung dar und wird noch einiges an Diskussionsstoff geben.

Zum Schluss noch dies: gemäss einer Studie der Universität Freiburg im Auftrag der Techniker Krankenkasse geht man davon aus, dass weltweit rund 400‘000 Apps im Bereich Fitness und Gesundheit zum Download bereit stehen. Eine enorme Anzahl und jeden Tag werden es mehr. Wie soll man hier den Überblick behalten und die empfehlenswerten von den unseriösen Apps unterscheiden können?
Experten raten, sich unbedingt Bewertungen anderer Nutzer anzusehen, Testberichte von Fachzeitschriften zu lesen, Hinweise im App-Store zu beachten und sich vor allem im Bekanntenkreis umzuhören.

Was es mit dem Hype um die Drohnen auf sich hat, weshalb ich mir in Zukunft wohl keine Sorge mehr um die Milch auf dem Herd machen muss und was ein intelligentes Auto so alles kann erfahren Sie in kürze hier auf dem Blog.

 


2 Gedanken zu “Trends 2016 und die digitale Gesundheit”

  1. Claudia Freud

    Vielen Dank für diesen informativen Beitrag. Ich freue mich immer über neuere technische Errungenschaften und Hilfsmittel, aber ich finde Apps oder andere Gimmicks können in keiner Weise einen Arzt und seine Leistungen ersetzten. Was mich zusätzlich verunsichert ist die Tatsache, dass man sehr sensible Daten an unbekannte Firmen übermittelt.

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    1. Angela Wehrli Angela Wehrli Post author

      Schön, dass Ihnen unser Digital-Trends 2016 – Beitrag gefällt. Sicherlich müssen einige dieser Ideen in den nächsten Jahren noch ausgereift werden, um alltagstauglich zu sein – und wir meinen auch, dass die Technik dann doch nicht alles ersetzen soll. Es bleibt spannend…

      Antworten

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