Speed Retail – wenn E-Commerce immer einfacher wird

Drohne - online Lieferung

Es gibt ständig neue und mehr Methoden und Instrumente in der Zeit der Digitalisierung und Disruption. Sie beschleunigen Kaufentscheidung und Kaufprozesse. Entsprechend sollen Menschen möglichst schnell und einfach, ohne mühsame Hürden betreffend Zahlungsmethoden und Lieferoptionen und von überall aus einkaufen können. Der gesamte Verkaufsprozess wird vereinfacht und beschleunigt und weniger komplex werden.

 

Einkaufen per Knopfdruck

Speed Retail heisst der Trend, der die Aktivitäten vom Erstkontakt bis zum Kaufabschluss und der Lieferung nahtlos optimiert. Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist der Dash Button von Amazon. Das smarte Gerät bestellt ausgewählte Produkte auf Knopfdruck. Innert 24h ist das gefragte Produkt geliefert. Der kleine Knopf kann von Nutzern an beliebigen Orten im Haushalt, z.B. an der Waschmaschine, am Kühlschrank oder im Badezimmer angebracht werden, um super schnell und einfach das gewünschte Produkt nachzubestellen.

Anfangs Jahr vermeldete Amazon, dass der kleine Dash Button neu (vorerst nur in Amerika) auch digital wird, d.h. via App oder Website verfügbar ist. Seit Anfang September 2016 ist Amazon’s Dash Button nun auch in Deutschland erhältlich. In der Schweiz jedoch (noch) nicht.

Diese Lücke nutzt einer der Schweizer Onlinehändler, brack.ch, gekonnt. Anders als das Gerät von Amazon verfügt der BOB (Brack Order Button) über vier Tasten, die mittels kostenloser App mit jedem beliebigen Produkt aus dem gesamten Sortiment des Online-Shops verknüpft werden kann. So können die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs, z.B. Papier, Toner, Radierer und Couverts für das Heimbüro, ohne Ladenbesuch und ohne Onlineshop einfach per Knopfdruck bestellt werden.

 

Social Media goes Shopping

Plattformen wie Instagram und Pinterest wollen künftig auch im Online-Handel mitmischen und bieten bald über ihre App’s Shopping-Funktionen an. So wollen sie die Lücke zwischen sehen und kaufen schliessen. Ein ähnliches Konzept steckt hinter Bildbot Shop the wall. Mittels künstlicher Intelligenz ist eine Produktsuche aus Plattformen wie Facebook, Instagram und Pinterest möglich. Via App oder Webbrowser sucht der Chatbot Onlineshops weltweit nach gewünschten Produkten ab und ermöglicht so eine einfache Suche nach Artikeln und ein unkompliziertes Einkaufserlebnis mit wenigen Klicks. 

 

Last-Mile-Solutions – Express-Lieferung der Zukunft

Die Möglichkeiten rund um die Bestellabwicklung werden immer einfacher und unkomplizierter. Aber wie sieht es aus mit der Lieferung nach Hause?

Eine ganz bequeme Sache ist das Beispiel von Nsky von Uvionix. Der fliegende Lieferant bringt Produkte wie Kaffee, Schmuck, Kosmetik, Elektronik und Medikamente bis vor die Haustüre. Die Bestellung erfolgt bequem via App von zu Hause aus, ein paar Minuten später landet das Produkt schon im Garten oder vor der Haustüre.

Auch grosse Unternehmen wie Amazon, DPD, DHL oder die Schweizerische Post testen schon länger das Konzept der Logistikdrohnen. Die Post arbeitet intensiv an einem Projekt zum Transport von Laborproben zwischen zwei Spitälern im Tessin. Nach Freigabe des Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) wird mit einem regelmässigen Drohnenflug voraussichtlich ab 2018 gerechnet.

 

Convenience Shopping in Extremis

Das Highlight unter den Beispielen zum Thema Speed Retail ist für mich Amazon Go. Mit dem kassenlosen Konzept will der Onlinehändler die Branche so richtig aufrütteln und wird als Supermarkt der Zukunft gehandelt. Amazon Go soll ganz ohne Kassen und Kassenpersonal auskommen. Man nimmt sich aus dem Regal, was man gerade benötigt, ohne zu scannen und verlässt dann einfach den Supermarkt.

Was braucht es dazu? Wer in einem Amazon Go Laden einkaufen will, muss ein Profil bei Amazon besitzen und die Amazon Go-App auf dem Smartphone installiert haben. Beim Betreten und Verlassen des Ladens hält man das Smartphone an Sensoren. Die Bezahlung erfolgt dann mittels Kreditkarte über Amazon, als hätte man online bestellt.

Das alles funktioniert natürlich nur mit einer Vielzahl von Sensoren und ausgeklügelter Technik.

Amazon Go auf YouTube

Es wird sich zeigen, ob dieses Konzept überzeugt. Auf jeden Fall extrem spannend und faszinierend, zu beobachten, wie dies weiterentwickelt wird. Aktuell ist die Umsetzung noch nicht mit den europäischen Datenschutz kompatibel.

Der Start des neuen Ladenkonzeptes wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Wegen technischen Problemen… Das wollte ich hier nicht unterschlagen.

 


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